Stuttgart, 21.03.2017. In fast allen Gemeinden des Wahlkreises Böblingen-Sindelfingen-Schönbuch ist in den vergangenen zwei Jahren die Zahl der Wohnungseinbrüche gesunken. Das gab das Landesinnenministerium auf Anfrage des Landtagsabgeordneten Paul Nemeth (CDU) an.

In Böblingen, Ehningen, Gärtringen, Holzgerlingen, Magstadt, Sindelfingen und Weil im Schönbuch seien 2016 signifikante Rückgänge der Einbruchszahlen im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen, so das Ministerium unter Berufung auf die Polizeiliche Kriminalstatistik. In den Gemeinden Altdorf, Hildrizhausen, Waldenbuch und Schönaich beliefen sich die Fallzahlen der Wohnungseinbrüche im Jahr 2016 unverändert auf zwei (für die ersteren drei Gemeinden) bzw.  zwölf Fälle (für Schönaich).  Allein in der Gemeinde Steinenbronn sei ein leichter Anstieg der Fallzahlen festzustellen, von einem Einbruch 2014 auf drei im Jahr 2015. Die Aufklärungsquote verbesserte sich im Jahr 2016 für die Tatortbereiche Böblingen, Ehningen, Sindelfingen, Steinenbronn und Waldenbuch.

„Diese Entwicklung ist sehr erfreulich und zeigt, dass gute Polizeiarbeit Erfolg hat“, so Paul Nemeth, der den Wahlkreis Böblingen-Sindelfingen-Schönbuch seit 2011 im Landtag von Baden-Württemberg vertritt.

Zur qualifizierten Bekämpfung des Wohnungseinbruchdiebstahls wurde bei der Polizeidirektion Böblingen bereits im Jahr 2014 die „Ermittlungsgruppe Wohnungseinbruchdiebstahl“ eingerichtet.  Schwerpunkt der Arbeit dieser Gruppe ist ein konzentriertes Präventionspaket mit Präventionsveranstaltungen und Informationseinsätzen in Wohngebieten.

„Eine Vielzahl von Einbrüchen kann durch verantwortungsvolles Verhalten und richtige Sicherungstechnik verhindert werden“, so das Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration in seiner Antwort auf die Anfrage des CDU-Abgeordneten Nemeth.  Das belege zuallererst der hohe Anteil der Wohnungseinbrüche die bereits beim  Versuch scheitern. Im Jahr 2015 konnten in Baden-Württemberg 44,1 Prozent der Einbrüche durch mechanische und elektronische Sicherungseinrichtungen oder aufmerksame Nachbarn vereitelt werden.
In den meisten Fällen scheiterten die Täter an einbruchhemmenden Fensterbeschlägen und Türschlössern oder wurden nach Auslösen einer Alarmanlage an Ort und Stelle festgenommen. Neben aller technischen Vorsorge konnten viele potenzielle Opfer aber auch auf Nachbarn und Zeugen zählen, deren Aufmerksamkeit und Zivilcourage in insgesamt 581 Fällen einen Einbruch verhinderte und zur Festnahme von 86 Tätern führte.

„Präventionsmaßnahmen und Optimierungen bei den Sicherungsmaßnahmen gegen Wohnungseinbruch im privaten Bereich zahlen sich aus“, heißt es in der Antwort des Innenministeriums. Die Polizei setzt deshalb weiter auf die Kombination von Sicherungstechnik, sicherheitsbewusstem Verhalten und eine aufmerksame Nachbarschaft. Dazu stehen den Bürgerinnen und Bürgern 35 Kriminalpolizeiliche Beratungsstellen im Land für eine individuelle Beratung kostenlos zur Verfügung. Im Wahlkreis Böblingen-Sindelfingen-Schönbuch kann man sich beispielsweise bei der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle in Böblingen individuell informieren oder eine Schwachstellenanalyse direkt am jeweiligen Wohnobjekt durchführen lassen. Seit 2014 gibt es zudem die Möglichkeit der staatlichen Förderung für den Einbau zusätzlicher einbruchhemmender Produkte. Für das laufende Jahr stellte der Bund insgesamt 125 Millionen Euro für verschiedene Programme bereit, mit denen Bürgerinnen und Bürger dabei unterstützt werden sollen ihre Häuser oder Wohnungen gegen Einbrecher zu schützen.