Das Regierungspräsidium Stuttgart gab bekannt, dass sich die Planfeststellung für den Ausbau der A 81 zwischen Böblingen und Sindelfingen erneut verzögert. Der CDU Bundestagskandidat Marc Biadacz bedauert, dass der Prozess ein weiteres Mal verzögert wird. „Viele Anwohner glauben schon nicht mehr an den Ausbau der A81“, so Biadacz.

Allerdings hat Biadacz auch Verständnis für die Entscheidung des Regierungspräsidiums, denn nach dem Entfall des Flüsterasphalts (Offenporiger Asphalt) durch Weisung aus dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, muss nun nach neuen Alternativen gesucht werden, um den höheren Schallpegel zu kompensieren.

Die vom Regierungspräsidium im Mai 2014 nach Berlin zur Genehmigung übersandte Planung fand damals die Zustimmung aller Beteiligten. Mit dieser waren alle Wohneinheiten bis auf eine in der Viehweide in Sindelfingen innerhalb der gesetzlichen Lärmgrenzwerte. Durch Streichung des Flüsterasphalts durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur sind nun bei über 100 Wohneinheiten die gesetzlichen Grenzwerte überschritten.
Daher fordern die Städte Böblingen und Sindelfingen sowie die Bürgerinitiative „LeiseA81“ mögliche Kompensationsmaßnahmen darzustellen. Diese müssen vom Regierungspräsidium Stuttgart nun erarbeitet und geprüft werden.

Auch CDU Bundestagskandidat Marc Biadacz fordert „Es muss unbedingt nach Kompensationsmaßnahmen gesucht werden, damit die Bürgerinnen und Bürger durch den Ausbau der A 81, der für die Städte Böblingen und Sindelfingen wichtig ist, nicht beeinträchtigt werden. Zudem ist es mir ein Anliegen, dass sich das Regierungspräsidium bemüht, den von Städten und Anwohnern geforderten vorübergehenden Schallschutz an der erwarteten Großbaustelle während der mehrjährigen Bauzeit umzusetzen. Mir ist es bewusst, dass ein Kompromiss zwischen Nutzen und Kosten sicherlich schwer zu finden ist, allerdings beschäftigt sich das Regierungspräsidium bereits intensiv mit Lösungsmöglichkeiten“.