Uwe Seitz, Leiter des Jugendhilfezentrums im Waldhaus, Paul Nemeth MdL und Hans Artschwager, Geschäftsführer des Waldhauses

Das Land Baden-Württemberg unterstützt ein Modellprojekt zur besseren Verknüpfung von Beschäftigungsförderung und Jugendhilfe im Waldhaus in Hildrizhausen. Im Rahmen des Landesprogramms „Neue Chancen auf dem Arbeitsmarkt“ stellte das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau dem Waldhaus im Juli 50.000 Euro an Fördermitteln zur Verfügung. Der Böblinger CDU-Landtagsabgeordnete Paul Nemeth nutzte die parlamentarische Sommerpause, um sich über das Modellprojekt und die Verwendung der Gelder zu informieren.

Bei einem Vor-Ort-Termin in Hildrizhausen traf Paul Nemeth den Geschäftsführer des Waldhauses Hans Artschwager sowie Uwe Seitz, der das Jugendberufshilfezentrum leitet. Er erläuterte dem Landtagsabgeordneten, worum es bei dem Modellprojekt geht: Ziel sei es, Familien im SGB II-Leistungsbezug mit mindestens einem Kind ganzheitlich zu betreuen, so Seitz. Im Rahmen des Modellprojekts sollen die Jobcenter eng mit der Jugendhilfe zusammenarbeiteten. Das Waldhaus sei für das Modellprojekt besonders geeignet, weil es sowohl im Bereich der Beschäftigungsförderung als auch der Jugendhilfe Erfahrung habe.

Paul Nemeth unterstützt das Projekt: „Eltern haben eine wichtige Vorbildfunktion“, so der Landtagsabgeordnete. Der Ansatz, die Eltern zu stärken damit sie gute Vorbilder für ihre Kinder sein können, sei sinnvoll. Dabei helfe das Modellprojekt mit einer qualifizierten Vertrauensperson, die jedes einzelne Familienmitglied und die Familie als Einheit im Blick hat. Im Landkreis Böblingen leben rund 40 Familien, die von dem Projekt profitieren könnten.

Das Modellprojekt in Hildrizhausen ist eingebettet in ein Gesamtprojekt mit weiteren Standorten in Göppingen, Heidenheim, Reutlingen, Stuttgart und Pforzheim. Neben der örtlichen Vernetzung von Beschäftigungsförderung und Jugendhilfe ist auch ein enger Austausch der Standorte untereinander vorgesehen. Zudem ist eine wissenschaftliche Begleitung geplant.

Die Landesregierung erwartet durch die praktischen Erfahrungen und eine wissenschaftliche Begleitung grundsätzliche Erkenntnisse, wie die Beschäftigungsförderung und Jugendhilfe besser verknüpft werden könnten. Zudem wolle man Hinweise darauf erhalten, welche weiteren Angebote und Dienste noch eingebunden werden sollten.